Hausstaubmilben bekämpfen

Wer unter einer Hausstauballergie leidet, dem brennen die Augen, sie sind oft rot und häufig ist auch die Nase zu oder verschnupft. Im Herbst und Winter, wenn die Heizungsluft den Hausstaub durcheinanderwirbelt, ist eine sogenannte Hausstauballergie am schlimmsten.

Tipps zum Hausstaubmilben bekämpfen

Tatsächlich ist der Betroffene jedoch nicht wirklich gegen Hausstaub allergisch, sondern gegen die Exkremente (Kot) der Hausstaubmilbe, den Eiern der Hausstaubmilbe und gegen die tote Hausstaubmilbe, wenn sie langsam vertrocknet und zu Staub zerfällt. Alle drei enthalten Eiweiße, die sich mit dem Hausstaub verbinden und vom Menschen eingeatmet werden. Allergiker reagieren nun auf diesen eiweißhaltigen Staub mit einer heftigen Allergie. Im schlimmsten Fall kann sich aus der Allergie eine echte Bronchitis oder Asthma entwickeln, wenn gegen die Allergie und somit auch gegen die Hausstaubmilben nichts unternommen wird.

Unsichtbare Hausstaubmilbe

Alle Milben, somit auch die Hausstaubmilbe, gehören zu den Spinnentieren. Tatsächlich sind nicht nur das, was wir herkömmlich unter Spinnen verstehen, Spinnentiere, sondern auch Zecken, Skorpione oder eben die Milben.

Obwohl es eine ganze Reihe verschiedener Hausstaubmilben gibt, deren Fachbegriff übrigens Dermatophagoides ist, werden wir in Europa nur von drei Arten tatsächlich wirklich geplagt. Diese sind die Arten dermatophagoides farinae, dermatophagoides pteronyssinus und dermatophagoides microceras.

Alle drei Arten sind für das Auge praktisch unsichtbar, denn die Größe liegt zwischen 0,1 mm und 0,5 mm. Somit sind sie nur unter dem Mikroskop gut zu erkennen. Zur Verdeutlichung: bis zu 15.000 Hausstaubmilben können in einem einzelnen Gramm Staub leben.

In der Regel werden Hausstaubmilben nur ca. einen Monat alt, finden die Milben jedoch besonders gute Bedingungen vor, ist es möglich das sie mehr als dreimal so alt (100 Tage) werden können.

Wo und wovon lebt die Hausstaubmilbe?

Fangen wir damit an, was die Hausstaubmilbe als Nahrung zu sich nimmt. Sie ernährt sich vorrangig von menschlichen Hautschuppen. Insbesondere, wenn diese schon älter und durchgefeuchtet sind. Zusätzlich benötigt die Hausstaubmilbe auch Schimmelpilze, um die Hautschuppen zu verdauen. Diese finden sich in jeder Wohnung und sogar auf den Hautschuppen selbst.

Aufgrund der Tatsache dass die Hausstaubmilbe sich von menschlichen Hautschuppen ernährt, findet sie sich tatsächlich in jeder Wohnung. Die Möbel bevorzugt Temperaturen zwischen 25 °C und 30 °C und eine Luftfeuchtigkeit von über 70 %. Beides findet sie vor allem im Schlafzimmer, innerhalb der Matratze den Kissen und Decken. Der Mensch schwitzt beim Schlafen und atmet Feuchtigkeit aus. Gleichzeitig wird durch seine Körperwärme die Matratze erwärmt. Ideale Lebensbedingungen für eine Hausstaubmilbe!

Darüber hinaus finden sich Hausstaubmilben häufig auch an anderen Orten. Dies können Polstergarnituren sein, Teppiche mit hohem Flor und interessanterweise auch ältere Bücher, obwohl sich hier nur wenige Hautschuppen finden.

Die Allergie reduzieren, indem man die Hausstaubmilbe bekämpft

Zuerst die schlechte Nachricht vorweg: sie werden es niemals schaffen die Hausstaubmilbe vollständig aus der Wohnung zu verbannen. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Population der Milben möglichst klein zu halten.

Auf der Seite hausstaubmilben.org finden sich viele wertvolle Tipps gegen Hausstaubmilben. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten einmal herausgesucht:

Neemspray gegen Hausstaubmilben

Der Wirkstoff Mahalin, der aus den Samen des Niembaums gewonnen wird, hilft sehr gut gegen Hausstaubmilben und kann die Population deutlich verringern. Die Anwendung macht am meisten Sinn, wenn man gleichzeitig eine Matratze neu anschafft. In alten Matratzen finden sich viele Tote Milben und Unmengen an Milbenkot, die man durch das Spray natürlich nicht loswerden kann.

Matratzen einpacken

Vermutlich die wichtigste Maßnahme ist es, Matratze, Decke und das Kopfkissen milbendicht einzupacken. Im Fachhandel oder auf oben genannter Webseite finden Sie dazu sogenannte Encasings, die absolut dicht gegen Exkremente und Milben sind.

Regelmäßiges Lüften

Da Hausstaubmilben Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit lieben, sollte man regelmäßig lüften. Wichtig ist, die Matratze freizuhalten (also alles vom Bett runter), damit diese trocknen kann. So nimmt man den Milben die bevorzugten Lebensbedingungen.

Täglich Staubsaugen

Tägliches Staubsaugen ist bei einer Milbenallergie Pflicht. Spezielle Staubsauger mit einem besonders guten Filter, welcher auch Allergene aus der Luft filtert, sind notwendig.

Luftreinigung

Im Fachhandel gibt es Geräte, welche die Luft in der Wohnung von Staub, Gerüchen, Pollen und Bakterien befreien. Diese Luftreiniger helfen bei einer Hausstaubmilbenallergie. Fazit löscht das

Fazit

Auch wenn Hausstaubmilben sich nicht vollständig entfernen lassen, kann man mit den passenden Maßnahmen doch relativ gut leben. Wichtig ist vor allem, die Matratze Kopfkissen und Decke vor Milben zu schützen. Schließlich liegt man im Schnitt zwischen sechs und acht Stunden pro Nacht im Bett und wäre sonst den Milben ausgesetzt.

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